Home » Aus der Feder » Oliver Lück – Mit Locke und Bulli durch Europa

Das Buch „Neues vom Nachbarn“ habe ich seit einiger Zeit auf dem Nachttisch liegen und erfreue mich an jedem Abend des Zubettgehens einen neuen Menschen in OLiver Lücks Taschenbuch kennenzulernen. Das ganz „normale“ Leben der Anderen birgt seit eh und je die besten Geschichten und Lück hat eine echte Gabe diese aus den Personen auf seinem langen Weg durch die Länder der alten Welt herauszukitzeln. Sympatsich auch, dass er und sein Hund Locke die Reisen durch Europa mit einem T3 aus dem Baujahr 1991 absolvierte. Viele Gründe sich also auch einmal die Lesung „Flaschenpost-Geschichten“des Abenteurers anzuhören, um noch tiefer in die Faszination der Gefühlswelten seiner Helden einzutauchen. Der P.S. Speicher in Einbeck bietet ein geräumiges Ambiente mit grösser Bühne inklusive dem treuen Transporter an Lücks Seite, in dem Locke während des Vortrags ein ausgiebiges Schläfchen hält. Lück legt los und zieht die Zuhörer von Anfang an in den Bann. Seine Geschichten sind informativ, gefühlvoll, fasziniernd und meistens urkomisch. Das Highlight ist sein Zusammentreffen mit dem Fischer Arne aus Dänemark, der so aussieht wie Bud Spencer und trotz seines ziemlich monton scheinenden Insellebens Unglaubliches erlebt hat. Dieses Kapitel habe ich in „Neues vom Nachbarn“ regelrecht verschlungen und auch „live“ können sich die Zuhörer der Schönheit dieser Story nicht entziehen. Lück ist ein hervorragender Erzähler und weiss Pointen, Informationen und Emotionen professionell festzuhalten sowie vorzutragen. Ein wahrer Genuss ihm zuzuhören. Ich selbst bin natürlich auch wegen seines motorisierten Begeleiters nach Einbeck gekommen und werde wieder einmal darin bestätigt, dass man in einem rollenden Backstein die ganze Welt bereisen und die interessantesten Menschen kennenlernen kann. Am Ende der Lesung habe ich noch die Möglichkeit mich mit Olli zu unterhalten und ein wenig über die Zuverlässigkeit und die Wandlungsfähigkeit seines Fahrzeugs zu erfahren. Wenn er mit seiner Famile unterwegs ist, macht ein Dach – und Vorzelt seinen T3 im Nu zu einer Drei-Zimmer-Wohnung. Ein grundsympatischer Typ, den man am liebsten auch gleich seine Lebensgeschichte offenbaren möchte. Das wäre dann ebenfalls eine mit viel Bulli darin. Also, wer dem Meister der „Ich-hör-Dir-zu-und-schreibs-auf-Kunst“ lauschen möchte, der kann das noch unter den hier aufgeführten Terminen tun: http://www.lueckundlocke.de/lesen-und-horen/. Ich kann das nur empfehlen, denn es macht Lust auf mehr – mehr Abenteuer und endlich Sommer.

One thought on “Oliver Lück – Mit Locke und Bulli durch Europa

  1. Ja cool, das Buch habe ich auch gelesen!
    Und letzte Woche habe ich mir den Großformat-Vortrag „Von Istambul zum Nordkap“ von Peter Gebhard und seinem T1 angeschaut. Top empfehlenswert !
    Im Grunde sind das alles prominente „Kollegen“,
    schreiben tun wir ja auch… ;-))

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