Home » Auf der Straße » Bis die Heide brennt – Kultiger Familienurlaub mit heissem Ende

Es scheint fast so, als ob die Vorfreude auf dieses Familien-Event von Jahr zu Jahr steigt. Die Kinder zählen schon Wochen vor dem Startschuss zum VW-Bustreffen in Wietzendorf die Tage. Die Location dieses Kult-Ereignisses trägt das nötige dazu bei. Im Südsee-Camp fusionieren an diesem Wochenende Familie und Hobby ganz wunderbar.

Ehrenrunde über das VW-Bustreffen Wietzendorf

Der Plan wird so seit mittlerweile 9 Jahren abgespult. Kinder von der Schule holen, in den bepackten Bulli einsteigen und los auf die Bahn in den 200 Kilometer entfernten Heideort „Wietzendorf“. Bruno ist mit Anhänger, Atera-Dachbox und sechs Personen reichlich beladen und darf nun zeigen, was so ein Transporter drauf hat. Permiere für unseren vier Wochen alten Nachwuchs „Ida“. Die erste längere Tour im Bulli und das erste mal im Südsee-Camp. Auch der Dackel wird dort seine Urlaubs-Premiere feiern. Dieser ist auch Grund für den Bezug eines sogenannten Chalets. Einem 37m² großen Mobilheim in dem wir in allerbester Tertis-Manier unseren Kurzurlaub verbringen werden. Nur hier sind Hunde erlaubt und wir verzichten wegen der Fellnase auf das komfortablere Schwedenhaus. Ich bin stolz, dass Bulli „Bruno“ uns so

Familienunterkünfte – Eng aber gemütlich

leise schnurrend und doch so kraftvoll ans Ziel gebracht hat. Dem neuen Turbolader von caroobi und der neuen Einspritzpumpe vom Autoteilekontor sei Dank. Nach anfänglichen Quängeleien über die doch sehr schmalen Schlafgelegenheiten kehrt dann aber schnell die gewohnte Gelassenheit ein. Man kennt das Gelände, die Freizeitmöglichkeiten und freut sich alte Bekannte auf dem Bustreffen wiederzusehen. Der Halt kurz vor dem Zieleinlauf im Diners lässt für heute keine Hungergefühle mehr aufkommen. Nun heisst es einrichten, Kartenspielen und runterkommen.

Freitag ist Schwimmbad-Tag. Eines der Highlights hier im Südsee-Camp und dank unseres frühen Erscheines nahezu menschenleer. Ein echter Genuss und Urlaubsfeeling pur. Der

Kult(ur)-Tasche

anschliessende kleine Rundgang durch die Reihen der parkenden Bullis rundet diesen Vormittag standesgemäß ab. Meine neue Custom-Made-Kulturtasche trage ich voller stolz vom Stand und erzähle Abends beim alljährlichen Spare-Ribs-Essen im Restaurant Bootsmann wie ich den „Taschenmacher“ Ralph schon im letzten Jahr für diesen Auftrag sensibilisiert habe. Papas Geschichte scheint ein Monolog, da der Rest mit den laut schmatzend mit den leckeren Rippen beschäftigt ist. Als es dunkel wird locken die Bässe aus dem Festzelt. Doch meine Kinder haben die besseren Argumente. Zusammen Zeit verbringen: Geschichten erzählen, dem Baby zuschauen oder Domino spielen kann keine Party der Welt den Rang ablaufen.

Endlich mal was für den Hund – Dackel-Parcours

Am Samstag scheinen immer noch Bullis auf das Gelände einzufahren. So viele Autos konnte ich beim letzten Mal nicht ausmachen. Schön soviel „normale“ Menschen in der Nachbarschaft zu wissen. Nach einem gemütlichen Frühstück finden wir uns auf der Hunde-Spielwiese mit Dackel „Charlie“ ein. Hier kann sie sich der Teckel ordentlich austoben und zeigen wie weit sein Mut und Gene ihn über die Hindernisse treiben. Auch die Kinder wollen Parcours und checken im benachbarten

Kaum zu bremsen – Seiltänzer unter sich

Klettergarten ein. Echt mutig unsere zwei Großen. Ich muss das aus höhenängstlichen Gründen nicht haben und gebe einfach kluge Ratschläge von Unten. Ein Gang über das Gelände und der Small-Talk mit bekannten Bulli-Freaks lässt mein Herz dann auch ein wenig höher schlagen. Während am Abend der Bass unseren Kühlschrank im Chalet vibrieren lässt, tummeln wir uns um den Raclette-Grill und geniessen jeden Happen während im Hintergrund Dieter B. sein neues Supertalent sucht. Ein echter Familienabend eben. Genau so muß das!

Vor dem Frühstück eine Runde durch Kultautos

Der Sonntag beginnt immer ein wenig demütig. Abreisetag eben. Mit leicht versteinerten Mienen verlassen wir wieder dieses Paradies um uns zusammen mit Kumpel „Patty“ auf den Nachhauseweg zu machen. Die Bahn ist voll und wir wählen eine alternative Route über die Landstrassen Richtung Hannover. Ich bemerke an einer Ortseinfahrt Qualm im Rückspiegel und frage mich wer da das Feinstaub-Tor geöffnet hat, als Patty hinter uns hektisch aus seinem Fenster winkt. Unser Blick fällt auf Brunos rotglühenden Auspuff. Ich will schon zum Feuerlöscher greifen um meine hochsensible Familienfracht zu schützen, aber Patty beruhigt. Der Partikelfilter sei zu und das Ding würde sich auch wieder abkühlen. Keine Gefahr für die

Huckepack nach Hause – Sprit gespart, Endtopf im Eimer

 

Insassen aber Weiterfahrt unmöglich. „Gut, dass wir im Mini-Convoy gefahren sind!“, stelle ich fest und gebe Bine, das Baby , den Dackel und die Oma, Patty mit auf die Heimreise. Meine „grossen“ Kinder und ich nehmen dank unserer ADAC-Plus-Mitgliedschaft den gelben Engel der uns dann samt Bulli auf seinen großen Schwingen sicher nach Hause trägt. Völlig erschöpft erreichen wir am Abend Göttingen und können noch gar nicht glauben, dass unsere Reise auf diese Art enden musste. Der Gedanke an den bevorstehenden Montag tut sein übliches. Ich lade noch in die „Goldene Möwe“. Bei Burgern, einer eiskalten Cola und den ersten Plänen zum nächsten Besuch im Südsee-Camp steigt der Stimmungspegel dann doch wieder ein wenig. Alles wird gut!

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