Abenteuer Baden – Sicher in natürliche Gewässer

In Zeiten von Corona und als Vanlifer sowieso geht man lieber in natürlichen Gewässern baden. Kein Chlor, nicht so überfüllt und eben inmitten der Natur. Doch so ganz ohne ist das nicht, denn dieses

Kalt war es im Schweden-See. Deshalb langsam machen!

erfrischende Vergnügen birgt einige Gefahren. Ich selbst vertrete ja das Credo in jedes Gewässer zu gehen, daß sich in der Nähe des Van-Camps befindet, war das ein oder andere mal aber auch schon erschrocken über die Tücken die solche Gewässer an den Tag legen können. Grund genug hier einmal die wichtigsten Tipps aufzuführen um abgekühlt aber vor allem heil wieder aus dem Wasser herauszukommen.

 

1. Selbstüberschätzung ablegen
Erfahrungen die man in anderen Gewässern gemacht hat können an einem neuen Ort völlig hinfällig sein.

Beweisen muß man keinem etwas und es ist völlig in Ordnung sich an unbekanntes Terrain heranzutasten bevor das große Austoben im kühlen Nass beginnt. Vorsichtig angehen lassen ist die Devise und Poser mag sowieso niemand.

2. Badeverbote und Anweisungen beachten
Hinweisschilder stehen dort wo sie stehen nicht umsonst. Badeverbote sind

Der Harzer Bergsee ist herrlich erfischend. Mit Partner am Ufer fühlt und ist man sich sicherer.

begründet und keiner ist cool wenn er sie umgeht. Auch natürgeschützte Gewässer brauchen keine Abenteurer die Flora und Fauna ins Ungleichgewicht bringen. Am Besten vorher bei der DLRG, der Wasserwacht oder auf regionalen Webseiten erkundigen ob und wie Schwimmen im Wasser vor Ort erlaubt ist.

3. Nicht alkoholisiert oder mit vollem Magen ins Wasser
Ein Spruch den man ja noch aus dem Freibad kennt. Gar nicht so einfach wenn man ein erfülltes Wochenende erleben möchte, aber immens wichtig wenn es um das eigene Wohl geht. Wer betrunken schwimmen geht, riskiert im kühlen Wasser nämlich einen Kälteschock. Alkohol weitet die Gefäße, weshalb es für alkoholsisierte Badende schon ab Wassertemperaturen von 20 bis 22 Grad gefährlich werden kann.

Mit gefülltem Magen fallen übrigens die Bewegungen schwerer und bei auftretender Übelkeit sind die Konsequenzen ja absehbar.

4. Den Nachwuchs stets im Auge behalten
Die Kleinen lieben es sehr im Wasser herumzutollen,

Auch wenn die Ostsee ein wenig ruhiger als die Nordsee ist, so darf man sie als Schwimmer keinesfalls unterschätzen.

doch sind ihr Kraftpotenzial und ihre schwimmerischen Fähigkeiten noch nicht weit genug ausgeprägt. Sie schätzen Gefahren nicht richtig ein und lassen sich gerne von ihren Altersgenossen mitreißen. Deshalb immer Kinder in Sichtweite am besten aber in Griffweite behalten.

5. Obacht bei Sprüngen
Wer in unekannte Gewässer springt riskiert auf Objekte zu stoßen und somit schwere Verletzungen davon zu tragen.

Steine, Schutt oder Holzplanken können zum Genickbrecher werden. Auch wenn Menschen es vormachen die sich anscheinend dort auskennen ist stets Vorsicht geboten. Denn entweder tun sie nur so und nehmen das Risko in Kauf oder sie kennen als Insider wirklich den schmalen Grad den es beim Sprung einzuhalten gilt.

6. Nie allein ins Wasser
Wer allein ist, den nützt das Schreien nach Hilfe kaum etwas. Deshalb immer mindestens zu Zweit in

Luftmatratze hilft im Humboldtsee um Kräfte zu sparen, aber schützt im Meer nicht gegen dessen Sog.

oder ans Wasser. Klar können auch zwei Menschen gleichzeitig in eine Gefahrensituation kommen, doch zu meistern ist diese im Team deutlich besser als allein.

7. Baggerseen meiden
Sehr beliebt aber genauso gefährlich. Im Baggersee könnten sich noch Bauteile von Maschinen, Spanndrähte und Rohrleitungen befinden an denen sich Schwimmer verletzen könnten.

8. Wassertemperatur nicht unterschätzen
Auch hier langsam angehen lassen. Fließende Gewässer sind oft kälter als man denkt und auch in Seen trifft man ab ein bis zwei Metern Tiefe auf eine deutlich kältere Wasserschicht. Wer überhitzt ins kalte Wasser springt, kann einen Schockschlag im Herzen auslösen. Am besten kühlt man erst die Arme und die Beine

Chillig geht auch in der Weser, wenn man die Strömung beachtet.

ab bevor man sich gänzlich ins Wasser driften lässt. Je kälter das Wasser, desto kürzer sollte der Aufenthalt darin sein.

9. Meeresströmungen beachten
Selbst geübte Schwimmer haben großen Respekt vor dem Meer. Zu Recht, denn versteckte Unterströmungen und starke Winde können Badende in echte Schwierigkeiten bringen, wenn der Sog sie immer weiter vom sicheren Land wegzieht. Auch auf der Luftmatratze kann man ohne es rechtzeitig zu merken als Passagier aufs offene Meer treiben.

Freischwimmer sein gehört zum Vanlife einfach dazu!

10. In Flüssen besonders achtsam sein
Flüsse sind nur etwas für geübte Schwimmer. Hier können Strömungen und Strudel zu tödlichen Gefahren werden. Schiffahrtsrouten sind zu meiden und auch Buhnen wegen der erhöhten Sogkraft des Flusses sollten eher nicht als Badeplatz genutzt werden.

Alles in allem viel das es zu beachten gilt, aber auch einiges was der gesunde Menschenverstand schon von selbst ausklammert. Ich selbst freue mich sehr auf die verspätete Bade- und Vanlifesaison und hoffe Ihr könnt mit den Tipps was anfangen. Übrigens wer anderen mitteilen möchte, daß er auch ein „Freischwimmer“ ist – also jemand der gerne in natürlichen Gewässsern baden geht – kann dies ab jetzt mit diesem wunderschön gestalteten Sticker auf seinem Transporter tun. Das nasse Element gehört zum Freisein einfach dazu und wer die Tücken kennt, kann die ganz große Erfrischung genießen. Dann bleibt mir neben dem Klebievorschlag nur noch Euch stets wohltuende Momente da Draußen in der Natur und im Wasser zu wünschen. Passt auf Euch auf!

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