Bus, Bus, wir brauchen Bass – Das Open Flair 2022

Ich habe darüber an dieser Stelle noch nie geschrieben. Wahrscheinlich weil es nicht allzu viel an Van-Abenteuern und -Geschichten nach einem alljährlich stattfindenden Event bei dem die Music-Acts an erster Stelle stehen zu erzählen gibt. Dieses Jahr möchte ich eine Ausnahme machen, weil das Open-Flair in Eschwege mehr zu bieten hat als den puren Musikgenuss und es für mich auch immer eine

Die Zeltstadt ist am Mittwoch schon recht ansehnlich!

kurze, aber intensive Reise mit dem Bus bedeutet. Vorab sei aber das vorhergesagte Wetter an diesem verlängerten Wochenende erwähnt. Immer knapp um die 30 Grad und nur am Samstag mit einer Regenwahrscheinlichkeit von 5% wohl das heisseste und trockenste Flair aller Zeiten. Ich reise mit Bruno schon am Mittwoch inklusive meines aufblasbaren Freundes, dem Alien “Eeal Grey” an um nichts zu verpassen. Wie jedes Jahr stelle ich mich zwei Nächte lang auf einen Parkplatz, der ein wenig ruhiger gelegen ist als die Möglichkeiten für “Wohnnmobile” auf den offiziellen Campingplätzen. Die erste Nacht wird trotz der Hitze des Tages mit 12 Grad Celsius jedoch ziemlich kalt für mich im Bus, denn ich habe mein Bettzeuig vergessen und muss nun auf Badetuch

Das Open Air mit dem erfrischenden See. Herrlich!

und Gardine zurückgreifen. Schlotternd und mit den Bässen im Ohr, die von der Bühne herüberhallen kämpfe ich mich durch die Dunkelheit. Ein Spektakel, das auf andere wohl ein wenig verstörend wirken würde, wenn man mich denn beobachten könnte. Die Sonne erhitzt das Auto ab 8:00 Uhr jedoch wieder um etliche Grad, so das man es vor Hitze kaum aushalten kann. Um meine Lebensgeister zu wecken begebe ich mich an den nahegelegenen Werratalsee, ein echter Pluspunkt was die geographische Lage des Festivals anbelangt. An einer einsamen Stelle kommt mein Körper wieder in Fahrt und kann sich danach dem weiteren Partygeschehen widmen. Nach einer Erkundung der Campingplätze weiss ich wieder einmal den Komfort den mir Bruno und seine Aussattung

Party on!

bietet zu schätzen. Fließendes, klares Wasser, ein festes Dach über dem Kopf und einen Kühlschrank der mir eiskalte Getränke zur Verfügung stellt sind in diesen Tagen hier Luxus pur. Schön zu sehen, dass viele Familien unterwegs sind und das vielfältige Programm speziell für diese Zielgruppe geniessen können. Ein Konzept das seinesgleichen sucht und eine echte Alternative zum üblichen Trubel bietet. Die nächste Nacht wird ein wenig wärmer, dank der Wolldecke, die ich mir in der Stadt gegönnt habe. Obwohl ich hier in einer engen Parklücke stehe, fühle ich mich richtig frei, frühstücke meine Brötchen, die ich mir vom Bäcker nebenan geholt habe, schreibe an den Tagesberichten für mein Portal kunstmelder.de und geniesse es einfach in den Himmel zu starren.

Beschaulich aber ruhig. Mein Parkplatz für zwei Nächte!

Zwei Nächte, die für mich immer etwas besonderes sind. Ich betrachte sie als Auftakt der schönsten Form der Anarchie und als den Check In für meine Familie die dann am dritten Tag zu mir stösst. Wer sich für meine Bericherstalltung vor Ort insteressiert folge den Links unter diesem Bericht. Vom Campingplatz selbst habe ich auch noch ein paar Fotos von Brunos Kollegen mitgebracht die ich Euch an dieser Stelle nicht vorenthalten möchte. Schön wieviel Busse der dritten Generation hier noch als Camper im Einsatz sind. Ich kann das Festival nur empfehlen und freue mich schon auf die nächste Auszeit in Eschwege im Jahr 2023. #flairliebt

Alle fünf Tage im Überblick:

Homecoming – Tag 1: Open Flair 2022

Flairliebt – Tag 2: Open Flair 2022

Familientreffen – Tag 3: Open Flair 2022

Emotionen – Tag 4: Open Flair 2022

Vorfreude – Tag 5: Open Flair 2022

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