Das Maikäfertreffen-Kontrastprogramm – Natürliche Ruhephase am Arnumer See

So viele Eindrücke, so viel Sonne aufs Haupt und blubbernder Heckmotorsound an jeder Ecke – Das Maikäfertreffen verlangt trotz seiner Genialität auch einiges dem Körper ab. Da

Staubige Ankunft im Naherholungsgebiet rund um den Arnumer See

der 1. Mai dieses Jahr auf einen Freitag fällt, hatten mein Kumpel Patty und ich im Vorfeld beschlossen einfach unsere MKT-Tour noch um einen Tag zu verlängern – der Erholung wegen. Die Wahl fiel auf den nur 15 Minuten von der Messe entfernten Campingplatz „Arnumer See„. Eine perfekte Wahl wie sich herausstellen sollte.

So kann Mann es doch wirklich aushalten

Erschöpft rollen wir aus der niedersächsischen Hauptstadt heraus in Richtung Arnum, einem Stadtteil von Hemmingen, der mit einer wunderbaren Lage am Seeland der Leinenaue

Auf zur Klappi-Checker-Runde

aufwarten kann. Schon beeindruckend, dass man sich in wenigen Minuten vom Großstadt- und Eventrubel mitten in die Natur bewegen kann. Der Empfang ist herzlich und professionell auf dem Areal, das wie eine Mischung aus Campingplatz und Kleingartenkolonie daherkommt. Seit mittlerweile 50 Jahren in Familienbesitz verzichtet man hier bewusst auf Wasserski-Anlagen oder große Eventangebote und setzt eher auf Natur, Spazierwege und ein entschleunigtes Umfeld.  Man hat uns zwei Stellplätze im sogenannten Forellenweg zugewiesen, die direkt am Wasser liegen. Kaum sind die Motoren unserer Busse aus, werden wir von der hier herrschenden Ruhe übermannt.

Smoke on the water

Einzig die Wasservögel, die ab und zu nach Mücken springenden Fische und der Kuckuck im gegenüberliegenden Wald bilden die Soundkulisse, die uns nun über den Tag hinweg begleiten wird. Einfach nur dasitzen und aufs Wasser des Sees starren, der vor Jahrzehnten als Folge des Kiesabbaus in diesem Gebiet entstand . Alberne Unruhe in Form eines zu offen daliegenden Wortspiels erfahren wir nur als eine Frau zusammen mit ihren zwei prächtigen Möpsen auf einem SUB vorbeipaddelt. Danach wieder stoisches Genießen des Moments im Naherholungspark. Eine Tätigkeit, die uns gut tut, und die kaum mit Worten untermalt werden muss. Bevor der Hunger zu sehr durchschlägt ist uns nach einer Checker-Runde über das 200.000 qm große Gelände des Campingplatzes

Vollmond direkt über dem See

sowie einer erfrischenden Dusche nach der Hitzeschlacht auf dem Messegelände. Mit den Fahrrädern rollen wir die Wege rund um den Arnumer See ab und finden noch weitere Busse, die wohl entweder von hier zum MKT gependelt sind oder wie wir eine ruhige Verlängerung eingeplant haben. Gereinigt und erstinformiert geben wir dem Hungergefühl nach und lassen die Rauchschwaden vom Grillgut über den See treiben. Es ist noch früh und doch lässt sich der Vollmond schon am Horizont bewundern.

Die süße Lust will gestiilt werden

So gesprächig sind wir heute nicht mehr, aber umso mehr von der Suche nach energiebringender Nahrung getrieben. Der Sinn steht nach etwas Süßem und könnte meinem Vorschlag nach bestimmt im platzeigenen Restaurant befriedigt werden. So ist es, nach ein paar Stücken Kuchen und einem Eis fühlen sich Geist und Körper im Einklang. Noch ein wenig im Bus von Patty sitzen um die Standheizung auf Funktion zu überprüfen, dann endet auch dieser Tag im Bauch des Busses mit

Wichtiges Gesetz: Schiebetür immer zum Wasser!

reichlich Frosch-Gequake als Gute-Nacht-Musik.
Der Morgen startet wie einer auf den kitschigen Vanlife-Insta-Profilen. Die Sonne erwacht genau über dem See und mit offener Schiebetür kann ich ihren Verlauf bei einer kühlen Cola (Kaffee schmeckt mir im Gegensatz zu den „echten“ Vanlifern nicht) genau verfolgen. Momente die im alltäglichen Wahnsinn selten sind und irgendwie erden. Da heute aufgrund einer Veranstaltung in der Gastronomie des Campingplatzes keine Brötchenbestellungen

Ein letztes Frühstück…

entgegengenommen werden können, radeln wir kurzerhand in die Ortschaft zur Calenberger Backstube. Als uns dabei die Wegweiser nach Alfeld ins Auge fallen ist klar, dass wir uns, da ungern auf Autobahnen unterwegs, über die B3 zurück in die Heimat machen werden. Aber erstmal frühstücken und weiterhin die Ruhe aufsaugen solange es noch geht, denn mir ist es oft leider vom Kopf her nicht vergönnt den Abreisetag noch weiter so erholsam auszukosten und so fange ich schon langsam an mein Equipment wieder fahrtauglich zu verpacken. Ein Umstand der sich wiederum auf Patty überträgt, obwohl ich

…ein Selfie zum Schluss…

seine Beschwerden darüber lauthals zu hören bekomme. Aber wir kennen einander eben einfach zu gut, um solche Eigenarten des anderen lange zum Thema zu machen. Ein Tag und eine Nacht von denen es wenig zu berichten gab, aber genau deswegen auch unheimlich gut taten, was den Körper sowie die Freundschaft anbelangt. Ich möchte es einfach nicht missen, so mit dem Bus unterwegs zu sein, sich aussuchen zu können, ob es der Trubel

…dann geht es auch schon wieder nach Haus.

oder die Ruhe sein soll und vor allem mir nicht zweimal überlegen zu müssen was ich in einer Unterhaltung sagen darf. Bestimmt auch wieder nächstes Jahr nach dem MKT ein Thema. Also, dann – immer auch an die Ruhephasen bei einer solchen Tour denken. Wohlsein Ihr T3ver!

 

 

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