Home » Von der Hand » Wasser versus Anlasser – Spurensuche in sozialen Netzwerken

So ein Bus bedeutet ja nicht nur eitel Sonnenschein. Das ist bei einem 30 Jahre alten Auto klar, bewusst und manchmal ziemlich müßig. Interessant hingegen wo die Ursache so mancher Fehlfunktion zu finden ist.

Endlich mal mit Bruno zur Arbeit rollen war mein Vorhaben. Direkt vor der Firma geparkt ein echtes Schmankerl für alle Fenstergucker und das gewisse Extra zum Feierabend für mein Ego. Doch als ich mich am frühen Abend freudig in mein Gefährt setze und den Zündschlüssel drehe, klingt der Transporter eher wie ein Wäschetrocker auf Abwegen oder ein Kühlschrank während er Eiswürfelproduktion. „Hauptsache die Kollegen hören das nicht!“, denke ich leise und ein zartes Gefühl der Panik kriecht in mir auf. Was hat Bruno? Ist es schlimm? Wird es teuer? – Fragen, die mein Arbeitsende nicht gerade erholsam einläuten. Kumpel Patty ist zur Stelle. Ein Freund und T3-Fachmann, der mich mit seiner

Kaputt das Ding! Zum Glück nur zweiteilig.

selbstlosen Art immer wieder fasziniert. Sein Tipp: „Wird wohl der Anlasser sein!“. Mir schiesst gleich das Überlaufen des Wasserausgleichsbehälters nach der Winterruhe durch den Kopf. Gibt es da einen Zusammenhang? Da Anschieben des Bullis in diesem Falle noch möglich ist, entegehe ich wenigstens der Schmach hier vor den Firmentoren noch mehr Aufsehen mit einer offiziellen Pannenhilfe zu erregen.
Am darauffolgenden Wochenende treffe ich mich erneut mit Patty. Der

Mann hat flinke Finger und hält nach wenigen Minuten den Anlasser in der Hand. Die Kuppel über dem Ritzelgetriebe ist großflächig abgebrochen und der offensichtliche Grund für die Fehlfunktion. Facebook half rasch bei der Suche nach Ersatz. In der entsprechenden Schraubergruppe war in kürzester Zeit ein Nachfolger ausgemacht. Dieser findet durch Patty ebenso schnell seinen Platz wie der Vorgänger ihn räumen musste. Bruno springt wieder an und ich bin wieder glücklich.
Leider nur für kurze Zeit, denn der leichte Wasserverlust und das Aufleuchten der Kühlwasser-LED treiben mir erneut Sorgenfalten auf die Stirn. Ein Youtube-Tutorial (https://www.youtube.com/watch?v=UX0xzRLrLJ8) spricht von drei Gründen: Zu wenig Wasser, Sensor defekt oder die Anzeige selbst hat eine Fehlfunktion. Nach längerem beobachten und dem Ausschlußprinzip kommt in Brunos Fa

Selbst der Dackel will helfen…Im Team geht es halt besser!

ll nur der Wasserverlust in Frage. Tatsächlich sinkt nach jeder Fahrt der Spiegel des Kühlwasserbehälters und löst das nervige blinken aus. Was nun? Patty bringt die Zylinderkopfdichtung ins Spiel. Nur was hat die mit alle dem zu tun? Zufällig eröffnet ein Gruppenmitglied von „VW T3 Fahrer von Schrauber zu Schrauber 2.0“ bei Facebook mit dem gleichen Problem eine Diskussion, dessen wichtigsten Beitrag ich hier einmal zitieren möchte:

M:“Kann mir jemand den Zusammenhang zwischen kaputter Kopfdichtung und kaputtem Anlasser erklären?“

J: „Durch Wasser in der Brennkammer kommt es beim Startvorgang zu einem Rucken. Der Anlasser, der die Kraft auf die Schwungscheibe überträgt, entfaltet trotzdem die Kräfte. Die Schwungscheibe dreht sich nicht und das Zahnrad des Anlassers wird nach oben gedrückt. Dadurch bricht das Gehäuse…

Bei mir hat sich dies vermutlich so abgespielt. Gewissheit bringt die Demontage des Zylinderkopfes…“

Krass, was für eine Verbindung! Eine erste Diagnose der Werkstatt bestätigt, dass die Quelle des Unheils im Breich des Zylinderkopfes zu sein scheint. Wir werden sehen was kommt und ob die Kiste der Pandora geschlossen bleibt oder weit geöffnet wird. So ein alter Bulli hält immer viele Überrraschungen parat.  Dennoch ein Hoch auf die sozialen Netzwerke und die echte Freundschaft sowieso (das geht an Dich Patty!) ! Na dann harren wir mal der Dinge die da kommen.

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