Freier mit Dreier

Per Bulli durchs Leben

Ein Wochenende unter Sternen – Mit dem Bulli auf dem Campingplatz Dransfeld

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Das Gute liegt ja meist so Nah – So heisst es zumindest im Volksmund. Mit dieser Weisheit im Gepäck reisen wir bei optimalem Wetter und sagenhafter Vorhersage für ein Wochenende zum Campingplatz Am Hohen Hagen nach Dransfeld.

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Hinein ins kühle Nass!

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Das Grillgut wird sehnlichst erwartet

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Abwasch mal ganz luxuriös

Der 5-Sterne-Platz liegt wunderschön gelegen zu Füßen des westlichen Bramwalds oberhalb der 4.345 Einwohner zählenden Samtgemeinde. Die freundlichen Damen der Rezeption weisen uns einen Platz auf den sogenannten Terassen zu. Eine super Standplatz für unseren Bulli mit hervorragendem Blick ins Tal. Der nullprozentigen Regenwahrscheinlichkeit und dem Dreier-Team geschuldet haben wir bewusst auf unser Vorzelt verzichtet. Der Schweiss fliesst in Strömen vom Nichtstun und die Kinder drängen zu Recht darauf das anliegende Erlebnisbad zu besuchen. Somit wird der Aufbau des Rest-Lagers kurzerhand verschoben und wir geniessen die verbleibende Stunde vor Schliessung des Freibads in wortwörtlich vollen Zügen. Die gepflegte Schwimmanlage bietet alles was man an so einem Tag braucht. Kleinkinder-, Erlebnis-, Nichtschwimmer- und Schwimmerbecken, Rutsche, Strudel, Blubberbad, Volleyballfeld, Slackline, Piratenkiosk und schattige Plätze um nicht so ganz dem heissen Stern über uns ausgeliefert zu sein. Nach dieser Erfrischung zur Abendstunde knurren der grosse und die kleinen Mägen. Pavillion und Grill sind schnell in Funktion gesetzt. Jetzt heisst es runterkommen und den Sonnenuntergang am Horizont geniessen. Ein schöner Tag neigt sich dem Ende und wir kuscheln uns zu Dritt in unseren fahrenden Backstein.
Klar, daß die Sonne uns am nächsten Morgen nicht lange schlafen lässt. Macht aber auch nichts, denn wir haben viel vor: Plantschen, plantschen, plantschen. Doch vorher muss die Hausarbeit getan werden. Das junge Team kümmert sich um unser Lager, während der ältere Part sich des Abwaschs annimmt. Innerhalb der Sanitäranlagen des Campingplatzes finden sich auch kleine Spülmaschinen, welche innerhalb von 5 Minuten das Geschirr wieder in den Normalzustand versetzten. Camping deluxe und ein weiterer Punkt, neben Sauberkeit und Geräumigkeit, bei dem man merkt, dass man es hier mit einem

Die Temperaturen liefern schnell ein Pizza-Frühstücksbrötchen

Die Temperaturen liefern schnell ein Pizza-Frühstücksbrötchen

hochdekorierten Platz zu tun hat. Die frischgebackenen und knusprigen Brötchen des platzeigenen Mini-Marktes geben die Grundlage für den weiteren Tag. Pflicht erfüllt jetzt das Vergnügen: Ganze sechs Stunden geben wir uns dem wasserspaß hin und kehren ausgehungert zum überhitzen Standplatz zurück. Ein Burger der Meisterklasse in Franks Piraterie stimmt uns mehr als zufrieden – schon wahnsinn wie schnell man sich hier im Urlaubsmodus befindet. Spiel- und Animationsmöglichkiten bietet der Platz in Dransfeld reichlich. Hier gibt es viel zu entdecken und erleben für den Nachwuchs. Zurück am Bulli noch ein paar Runden Mensch-ärgere-Dich-nicht und dann ab auf die Picknickdecke ins Gras. Wir wollen Sternschnuppen zählen am klaren, weitsichtigen Himmel über uns. Und auch wenn wir keine einzige erspäht haben ist

So innig sollte ein Tag enden und auch anfangen

So innig sollte ein Tag enden und auch anfangen

doch ein kleiner Wunsch sofort in Erfüllung gegangen: Wir sind sehr nahe, die Flucht vor dem Alltag ist geglückt und unsere Gemüter ausgeglichen. Das kann eben nur Camping: Freiheitsgenuss ohne viel Aufwand! Mit einem Lächeln auf dem Gesicht und dem Ruf des Waldkauzes im Ohr endet unser Tag eng aneinandergeschmiegt.
Der Dransfelder Campingplatz ist ein Muss für Camper und solche die es einmal ausprobieren wollen. Hier wird mit Herzblut für die Gäste gesorgt. Daumen hoch und höher: Wir kommen so schnell als möglich wieder!

Mit dem Bulli auf 600 Meter über n.N.: Eine Nacht am Harzer Wasserregal

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Das gehört zu einem der vielen Vorteile wenn man stolzer Besitzer eines Bullis ist: Spontan ins Wochenende starten und den Alltag hinter sich lassen. Ohne grossen Plan einfach los. So mag ich das am und mit meiner Liebsten!

Romantischer Abendblick

Teichhopping mit dem Drahtesel

Wir knobeln gedanklich vor der Abfahrt noch zwischen Weser und Harz. Als die Würfel fallen heisst es für Bruno die imaginären Steigeisen drauf und los – auf ins das höchste Gebirge Norddeutschlands. meine Gedanken kreisen schnell in Richtung Clausthal-Zellerfeld und das Oberharzer wasserregal. Ein vorindustrielles Wasserwirtschaftssystem des Bergbaus und zu recht ein Unesco Weltkulturerbe. Bruno scheint wenig begeistert und treibt sich Höhenmeter für Höhenmeter im Schneckentempo die Berge hinauf. Für uns kein Problem, da die Landschaft viel zu bieten hat und bei dem Tempo detaillierter inspiziert und genossen werden kann. Der erste Gedanke irgendwo mit Fernblick zu parken ist aufgrund der strengen Auflagen im Naturpark Harz

Viel Holz vor der mobilen Hütte

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Erfrischung im Bergsee

schnell verflogen. Ein Schild mit Zeltsymbol weckt unser Interesse und führt uns zum Campingplatz Prahljust am Pixhaier Teich. Ein Gewässer welches dem oben erwähnten Kulturdenkmal zugehörig ist und sich wundervoll vor uns ausbreitet. Wir parken ein wenig schräg aber mit bester Aussicht auf das Wasser. Ein Moment zum Verharren und Abschalten. Wir sind erstmal raus! Ein kühles Getränk und ein heisses Stück Fleisch vollenden diesen perfekten Abend zu zweit. Romantischer geht kaum auf 600 Meter über Null. Auch am Morgen, als wir die Schiebetür öffnen, ist der Panorama-Blick der beste Beweis, daß wir alles richtig gemacht haben. Ein gemütliches Frühstück auf der Schlafbank, während die Forellen aus dem wasser schnellen und die Schwalben in die Gegenrichtung zischen hat schon was. Die am Heck befindlichen Fahrräder kommen auch zum Einsatz. Schliesslich gilt es auch die anderen Teiche des Systems zu erkunden. Eine herrliche Tour über Dämme, Wälder, Brücken und Bergwiesen stimmt glücklich und frei – eine atembraubende Landschaft, die es öfter zu erforschen und erleben gilt. Leicht verschwitzt verlangt mein Körper nach Abkühlung. Zurück am Basecamp schnell die Badehose an und rein in den Bergsee. Herrlich erfrischend und ein einmaliger Blick aus Forellensicht auf Bruno. Schöner kann so ein Ausflug gar nicht enden. Mit dem Wissen von diesen Stunden sehr lange zu zehren machen wir uns wieder auf und lassen Bruno mal ausnahmsweise bergab rollen. Ein Wochenende zu zweit, dass drigend eine Wiederholung braucht. Gut, daß wir einen Bulli haben…

Von der Baltischen – bis zum Neustädter-See – Ein Sommerurlaub nah am Wasser

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Es ist immer wieder herrlich unseren Bulli Bruno zu bepacken und einige Tage Freizeit vor Augen zu haben. Die Kinder sitzen schon auf der Rückbank, während die Erwachsenen leicht transpirierend das Gepäck stapeln und noch hastig den Hamster füttern. In diesen Sommerferien soll Boltenhagen unser Ziel sein. Das zweitälteste Seeheilbad des Ostens ist die erste Etappe auf einer kleinen 800 km umfassenden Tour durch Mecklenburg-Vorpommern. Bruno soll uns zunächst auf den Weg in eine angemietete Ferienwohnung geleiten.Nachdem am Vortag noch hektisch der festsitzende Bremssattel ausgetauscht wurde befinden wir uns zeitig gegen 09:00 auf der

Autobahnromantik

Autobahnromantik

Autobahn inmitten der schier unendlichen A7-Karawane. Und dennoch: der Verkehr fliesst ohne zu stoppen, während Bruno zuverlässig bei 90 km/h Durchsnittsgeschwindigkeit seine Pflicht erfüllt. Ein kleiner Zwischenstop bei Freunden in Hamburg verschafft uns allen eine wohlverdiente Pause und ein leckeres Stück “Nachträglich-zu-Vikis-Geburtstag-Apfelkuchen”. Frisch gestärkt und der Autobahn-Trombose nochmal entronnen nehmen wir den Rest der Strecke in Angriff. Dann endlich gegen 17:00 Uhr rollen wir in Boltenhagen ein und erblicken das sehnlichst vermisste Meer. Nur ein Blick lässt die Akkus wieder durchladen und unsere Pläne für die bevorstehende Woche sind im Nu geschmiedet: Bei Sonne zum Strand, bei Regen nach Alternativen suchen! Über diese geniale Idee freuend,

Runterkommen: Strandspaziergang an der Ostsee

Runterkommen: Strandspaziergang an der Ostsee

beziehen wir unsere komfortabel ausgesatttete Wohnung. Bruno lassen wir wachend vor der Haustür stehen und vergnügen uns wie geplant, bei Meer, Strand, Fahrradfahren und Nichtstun. Hervorzuheben wären noch unsere lukullischen Aktivitäten, die sich durch italienische Kost und lokale Fischspezialitäten vor dem Spiegel zusehends wiederfinden. Ein Ausflug in das benachbarte Wismar verschafft dann zum Ausgleich

Wismar: Bruno auf geschichtsträchtigem Pflaster

Wismar: Bruno auf geschichtsträchtigem Pflaster

unserem motorisierten Gefährten einen wunderbaren Roadtrip entlang der Nordwestmecklenburger Küste. Eine Hansestadt, deren Besuch wirklich lohnt. Urige Gassen, holpriges Straßenpflaster, die Geschichte als Drehort von Nosferatu, die Tittentasterstraße, ein sehenswerter Hafen und exquisite Lokalitäten machen den Charme dieser ehemalig schwedischen Stadt aus.
Nach sieben erholsamen Tagen begeben wir uns in Richtung zweite Sation unserer Reise. Nun heisst es Brunos Artgenossen besuchen auf dem VW Bustreffen in Neustadt-Glewe. Bei unserer Abfahrt signalisiert uns ein Junge mit dem Victory-Zeichen seine Verbundenheit mit unserer Leidenschaft. Schön, wenn die Jugend weiss was gut war und gut ist!

Busfahrer unter sich

Busfahrer unter sich

Lockere 115 Kilometer Fahrt liegen vor uns. Bei bestem Wetter geht unsere Tour weiter an niedrigen, roten Backsteinhäusern, goldgelben Kornfeldern und meterhohen wasser-Fontänen der Feldbewässerung vorbei. Eine äußerst genussvolle Fahrt und ein perfekter Zieleinlauf pünktlich zur Verabredung mit Kumpel Patty, der bereits mit seinem weissen T3 California auf uns wartet. Neben ihm stehen Anne, Kevin und ihr bauner Joker. Eine tolle Truppe, die sich so schon auf dem Bad Harzburger Treffen formiert hat. Uns fällt augenscheinlich auf, dass der Platz im Gegensatz zum Vorjahr schon gut gefüllt ist. Eine Verdopplung der Teilnehmerzahl heisst es dann am Ende auch von den veranstaltern. Eine freudige Tatsache, da mehr zu entdecken, aber eher ungünstig im Hinblick auf die Anzahl der sanitären Anlagen für die männlichen Besucher. Egal, wir wollen ja auch nicht auf die Schüssel, sondern das sonnige Wochenende unter Freunden, schönen Autos uns einzigartiger Seeidylle geniessen. So ist es dann auch – die Kinder spielen Federball, die Erwachsenen kümmern sich um die Grund- und Eigenversorgung, und der Platz füllt sich weiter mit Bullis aller Baujahre und Couleur. Gegenüber von uns parkt ein älterer Skoda mit der Aufschrift “Wenn ich gross bin möchte ich ein Bulli werden!”. Das Auto gehört Azubi Kevin, der sich mit seiner Freundin Transporter der ersten Generation anschauen möchte und ein solches Modell zu seinem Wunschauto auserkoren hat. Ein sportlicher Gedanke! Viel Erfolg Kevin, lebe deine Traum! Ein paar Regenschauer gegen Abend können uns nichts anhaben. Bruno und unser Vorzelt bieten genügend Platz. Ein

Früh übt sich!

Früh übt sich!

paar Würstchen und Bier später hören wir Pattys schon kultigen Worte “Nu aber ab in Bett rein!”, denen wir ohne zu zögern folgern.

Der Samstag – für mich ja sowieso der schönste Tag der Woche – beginnt warm. Die Sonne brät uns im Backstein-Bräter Bruno gar und zwingt zum Aufstehen. Während wir Marmeladen-Gläser und Cervelat-Wurst jonglieren reihen sich viele der Nachbarn schon in die Schlange zum Bulli-Korso ein. Von uns aufgrund von Trägheit einfach ignoriert. Sattdessen gehen wir zum Kinderschminken und planschen ausgiebeig im Neustädter-See. Klasse, was die Veranstalter hier alles bieten. Kinderanimation, DJ, Live-Band, Händlermeile, , Fotoshooting, Strandbar und der “weisse Riese” aus Berlin bieten genügend Unterhaltungsstoff für diesen sonnigen Tag. Samstag lässt der Bullifahrer es krachen. Musibeschallung, Feuerwerk, Grillnebelschwaden, Trinksprüche und Gitarrenmusik bestimmen das abendliche Bild des Campingplatzes. Zu uns gesellen sich noch Johanna, Chris und Sohn Emil. Eine ebenfalls bullireisende Familie aus Hamburg, die unseren nächtlichen, bunten Stuhlkreis prima ergänzt.

Bühne am Seeufer

Bühne am Seeufer

Während die letzten Zugaben der Band von der Seebühne zu uns hallen, fassen die Kinder den Entschluss gleich nach dem Frühstück am nächsten Morgen noch einmal schwimmen zu gehen. Wunsch gleich Befehl schmeissen wir uns am frühen Sonntag in das 18 Grad warme Gewässer und die Kiddies in die darauf treibenden Zorb-Bälle. Ein schöner Abschluss eines großartigen Treffens.

Mit dem Abschied vom Barracuda-Beach geht auch unser Urlaub zu Ende. Wundervolle, unvergessliche Tage mit meiner geliebten Familie – jederzeit wieder. Nur noch schnell mit Bruno über die Elbe, durch das Wendland über Braunschweig zurück nach Hause. Zum Glück kann uns die Erinnerungen noch keiner nehmen…Prost!

Volt für alle Fälle

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Fast 3 Monate sind vergangen als mich die Idee zu einer Stromverteilerbox ereilt hat. Ein wenig Anlesen der Materie Strom und das Zusammensuchen der Materialien später hat das Ding tatsächlich und funktionierend das Licht der Welt entdeckt. Nun heisst es USB, 12 V und 240 V – alles an einem Platz! Ordnung ist das A und O beim Camping und mobile Endgeräte, Wasserkocher sowie Kühlboxen wollen mit Energie versorgt werden. Nun fehlen nur noch kleine Gepäcknetze am Seitenteil, welche die E-Bucht in Kürze auch ausspucken wird!  Ein Mehrfachstecker-Unikat für Bruno. Auf geht es zum Testen nach Dransfeld…

Ein echter Transporter eben – Mit Bulli zum Flohmarkt

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Punkt 07:00 Uhr befahren wir das Flohmarkt-Gelände am Kaufpark Göttingen. Unser Bulli und die “Minna” (Golf Variant) meiner Bine sind randvoll bepackt.

Dre Bulli als Schattenspender und Anlaufstelle

Der Bulli als schattenspendende Wohnküche

Eine wahre Hitze- und Verhandlungsschlacht, sowie eine ganz neue Erfahrung für mich! Aber auch hier heisst es Ausstattung ist alles. Bruno bietet Ruhezone, Essbereich und Gesprächstoff für bulliinteressierte Flohmarktbesucher – ein Multivan kann das eben. Schön wars, heiss wars, und gelohnt hat es sich auch…ein echter acht Stunden Arbeitstag und ein Familienevent, welches in Erinnerung bleibt.

Bericht und Bilder vom 7. Oberweserbullitreffen auf vw-bulli.de

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Das Portal vw-bulli.de hat am 31.05.2016 meinen Erlebnisbericht und die Bilder, welche ich beim Oberweser-Treffen gemacht habe veröffentlicht. Ich freue mich sehr, dass diese Eindrücke nun von noch mehr Bulli-Fans gelesen und gesehen werden. Nächster Halt wäre dann Dransfeld. Auch hier werde ich die Kamera und den Stift stets im Anschlag halten und der Welt da draußen zeigen, wie liebevoll verrückt wir Bullifahrer doch sind.

Hier die Links:

http://www.vw-bulli.de/geschichten/id-7-oberweser-bullitreffen

http://www.vw-bulli.de/geschichten/bericht-vom-7-oberweser-bullitreffen

Zurück zu den Wurzeln – das 7. Oberweser-Bullitreffen

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Klar gehört der Bulli auf die Staße, doch er gehört ebenso in die Natur. Von Beginn an schon immer mobiles Heim für Entdecker, Abenteurer und Naturliebhaber, ist der VW-Transporter auch fernab vom Trubel der Landstrassen und Autobahnen beheimatet.

Wir steuern unser Exemplar dieser Automobil-Gattung an diesem Wochenende in Richtung Weser. Eine Strecke die uns nach der großen Tour entlang dieses Stroms bestens bekannt ist. Ziel ist der Campingplatz Weißehütte, der Gemeinde Oberweser zugehörig und direkt am Fluss gelegen. Hier inmitten der schönsten Weser-Berglang-Natur gelegen findet zum 7. Mal das Oberweser-Bullitreffen statt. Für uns als Göttinger ein Katzensprung aber dennoch eine kleine, genussvolle Tour durch eine wunderbare Landschaft und blühende Grasmeere.

Bruno im Abendlicht imitten des Weserberglandes

Bruno im Abendlicht imitten des Weserberglandes

Teilweise muss unser Bulli Bruno schon ein wenig ächzen wenn wieder eine Anhöhe erklommen werden muss. Schließlich ist das Weserbergland  eine echte bis 527,8 m ü. NHN hohe Mittelgebirgslandschaft, die einem fast 30-jährigen und 70 PS starken Transporter schon einiges abverlangt. Als wir jedoch den weitenläufigen Weser-Canyon erreichen kehrt im Motorraum und im Mitgefühl des Fahrers wieder die wohlverdiente Entspannung ein. Vorbei am historischen Kloster Bursfelde und traditionellen Ausflugslokalen erreichen wir nach einer 50 Minütigen Fahrt die Ortschaft Gieselwerder. Das sogenannte Schneewittchendorf liegt ebenfalls direkt an der Weser und ist quasi eingerahmt vom Dornröschenschloss Sababurg, der Trendelburg und der Bramburg. Ein historischer und sehenswerter Ort, der für uns aber nur die letze Etappe zum Ziel bedeutet. Fünf Minuten später fahren wir gegen 17:30 Uhr auf dem Campingplatz Weißehütte ein. Eine gut gefüllte Wiese mit rund 147 Fahrzeugen derselben Grundbezeichnung haben sich bereits hier eingefunden. Ein lauschiges Plätzchen für uns und Kumpel Patty ist schnell gefunden. Bei bestem Wetter steht unser Camp inklusive Fritz-Berger-Zelt innerhalb von Minuten

Gemeinschaftliches Abendgrillen

Gemeinschaftliches Abendgrillen

und wir können endlich gemütlich zu Abend grillen. Der Blick auf die Weser, die aufsteigenden Bergkämme und die Schafsweiden ringsum stimmen unglaublich beruhigend und lassen uns schnell die anstrengende Arbeitswoche vergessen. Inzwischen kennt man schon viele Fahrer aus der Szene und kommt dementsprechend auch schnell ins Gespräch. Eine fast schon familiäre Atmosphäre hier weitab vom Großstadtgetümmel. Vergessen, aber dennoch tributfordernd lassen uns die letzten 5 Tage dann doch recht früh an Schlaf denken. Noch ein langer ausgiebiger Blick in die Sterne und in die Augen meiner geliebten Partnerin, dann heisst es Schluss für Heute und feuen auf Morgen.

Gegen 8:00 Uhr lässt uns die Hitze und das Knurren im Magen nicht weiter ruhen. So ein Frühstück im Freien umringt von Kultgefährten ist schon was ganz besonders und jedesmal eine Reise wert. Nach dieser Stärkung nehmen wir uns Zeit um uns den einzelnen Fahrzeugen und Menschen dahinter ein wenig detailiierter zu widmen. Die Faszination für

Chillen und den schwarzen Peter zuschieben im Bulli

Chillen und den schwarzen Peter zuschieben im Bulli

dieses Auto ist das eine, aber die Freiheit die dahinter steckt ist die wohl ausgeprägteste Variante der Motivation bei vielen Befragten. Endlich habe ich auch mal Ado kennenlernen dürfen, der mit seinem Spaß-T3-Mobil zwischen seiner Holländischen Heimat und Deutschland hin und her zu pendeln scheint, und inzwischen ein echtes Urgestein der Szene ist. Die stechende Sonne verlangt nach Abkühlung. Was liegt im wahrsten Sinne näher als die Weser – also Badehose an und ab ins kühle Nass. Herrlich erfrischend und tatsächlich nicht zu kalt. Wieder ein Punkt, den ich auf meiner langen 2Doe-Liste nun abhaken kann. Ein paar weitere Runden über den Platz und ein paar Sonnenbadstunden später drängt unser Sprössling den

Panorama-Blick

Panorama-Blick

Heimweg anzutreten. Vorpubertäre Verabredungen wollen eben eingehalten werden und Deal ist Deal. Wir verstauen unser Equipment, verabschieden uns von den Nachbarn und fahren mit ein wenig Trennungsschmerz in Richtung Asphalt. Das Oberweser-Treffen ist auf jeden Fall eines, dass fest im Jahresplan notiert ist, weil urgemütlich und wunderschön gelegen. Übrigens ist Ado beim verfassen dieser Zeilen am 30.05 immer noch vor Ort campen. Respekt Ado und bis zum nächsten Jahr!

Erlebnisbericht und Bildergalerie auf vw-bulli.de

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Das grösste Portal seiner Art www.vw-bulli.de hat meinen Bericht und die Bilder, die wir beim Harzburger-Treffen geschossen haben veröffentlicht. Schön, dass unser Mikroabenteuer auch dort für eine große Leserschaft nacherlebbar wird.

http://www.vw-bulli.de/geschichten/bericht-vom-europatreffen-der-bullifreunde

http://www.vw-bulli.de/geschichten/europatreffen-der-bullifreunde-in-bad-harzburg

Kultige Pferdestärken an der Galopprennbahn – Das Europatreffen der Bullifreunde in Bad Harzburg

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Besser kann ein Treffen vom Zeitpunkt und Wetter her gesehen nicht angesetzt sein. der Brückentag nach Himmelfahrt und Hoch Peter bescheren Urlaubsfeeling und Werte um die 30 Grad bei wolkenlosem Horizont. Wir beladen unseren T3-Bulli “Bruno” mit allem

Immer im Blick: Der Bulli von Patty gibt uns Rückendeckung

Immer im Blick: Der Bulli von Patty gibt uns Rückendeckung

notwenndigen für eine Nacht und machen uns im Mini-Konvoi  (mit Kumpel Patty) auf in Richtung Harz. Die Fahrt allein ist wie immer schon ein Genuss – warmer Wind strömt durch das geöffnete Fenster, die Sonne schmeichelt unserer Haut und lässt die blühenden Rapsfelder in faszinierendem Neongelb erstrahlen, während der 70 PS starke JX Motor uns gemächlich und souverän ans Ziel schippert. Inmitten eines malerischen Bergpanoramas liegt die Pferderennbahn Bad Harzburg. Viel Platz für ein solches Event und somit noch fast freie Auswahl bei der Standortsuche. Wir entscheiden uns für die Wiese unterhalb der grossen Tribüne mit Blick auf das Harzer Vorland. Unser Equipment ist schnell aufgebaut und das Fritz Berger Vorzelt rundet unser Camping-Heim wie immer vorzüglich ab. Die Sonne brennt gnadenlos auf uns

Perfektes Ambiente zum Chillen

Perfektes Ambiente zum Chillen

herab und zwingt uns dazu alles ein wenig langsamer anzugehen. Dagegen hat niemand im Familienverbund etwas einzuwenden, lediglich die Kleinste wirkt ein wenig tatendurstig. Als ich einen Ball auf die Wiese kicke und mit den Kindern herumtolle, wirkt dies wie ein Magnet auf den Nachwuchs der Nachbarschaft. Im Nu hat sich ein kleines Trüppchen

Spielkameraden sind beim Campen schnell gefunden

Spielkameraden sind beim Campen schnell gefunden

zusammengetan, so daß Langeweile für diesen Abend aus Kindersicht kein Thema mehr ist.  Nach einer ersten Begehung und groben Besichtigung der Mitstreiter dieses Treffens treibt der Hunger mich an den Grill. Bei saftiger Bratwurst und kühlem Bier lässt es sich hier schon aushalten. Schnell kommt man auch mit den Eltern der anderen Kinder ins Gespräch. Da ist zum Beispiel Carmen aus Kiel die mit Ihrer Tochter im selbstausgebauten T3, wenn das Wetter und die Location stimmt, eigentlich ständig auf Achse ist. carmen ist leidenschaftliche Schrauberin im Hippie-Gewand. Endlich mal jemand der hier in der Szene echte Normen sprengt. Nachbar Georg ist ebenfalls mit Nachwuchs etxra aus Suhl angereist um an diesem Treffen teilzunehmen. Sein bundeswehrfarbener Syncro-Bulli mit Bernd Jäger-Anbauten ist ebenso einprägsam wie der gebetsmühlenartige Kommentar seines Sohnes beim Fussballspielen. “Ich gebe nicht auf!” hallt es im minutentakt über den Platz und bestimmt noch Tage in meinen Ohren. Als die Dämmerung eindrucksvoll

Lagerfeuerromantik zwischen Kultgefährten

Lagerfeuerromantik zwischen Kultgefährten

Einzug erhält facht Carmen zielstrebig ein Feuer an. Gemütlicher geht so ein Tagesabschluss kaum. Benzingespräche, Erlebnisberichte und die Musik der Festzeltband in einer lauen Frühlingsnacht sind schon etwas ganz besonders und eben nur auf solchen Events zu erfahren. Die Augen werden schwerer und wir hören die Schlafsäcke regelrecht rufen. Während die Damen der Familie im schützenden Bus übernachten, wählen die Herren die abenteurlichere Variante im zelt. Der Starke Wind lässt die Plane monoton flattern und zwangsläufig zu unserem Schlafliedersatz werden.

Die Kälte der Nacht ist am Morgen schnell vergessen. Die ersten Sonnestrahlen erwärmen unsere Bleibe schnell und treiben uns ins Freie. Brötchen gibt es im Festzelt, ebenso wie ein komplettes Frühstücksbuffet für Bullifahrer, die sich eben mal nicht selbst versorgen wollen. Während wir die erste Mahlzeit des Tages geniessen, füllt sich der Platz mit weiteren Fahrzeugen jeglicher Couleur und einigen Tagesbesuchern, die uns mit Fragen über unser Vorzelt und den

Zwischen ca. 100 Fahrzeugen gab es immer etwas zu entdecken

Zwischen ca. 100 Fahrzeugen gab es immer etwas zu entdecken

Härtegrad der Matratze löchern. Hoch Peter gibt alles und lässt uns zur Freude der Kinder ins fußläufige Schwimmbad flüchten. Eine wohltuende Abkühlung und ein echter Spass zwischendurch. Zurück am Platz starten wir einen Bummel durch die Händlermeile. Selbstgemachtes, Fahrzeugmodelle, Ersatzteile, Bulli-Textilien und jede Menge an leckeren Köstlichkeiten laden zum verweilen. Nachdem wir die Ausfahrt des Treffens verfolgt haben nähert sich unsere

Tschüß, bis zum nächsten Abenteuer

Tschüß, bis zum nächsten Abenteuer

geplante Abreise unaufhörlich. Stück für Stück wird langsam im Bulli verstaut um noch möglichst viel von dieser tollen Atmosphäre mitzunehmen. Ein schöner Auftakt in die neue Saison. Winkend und hupend verlassen wir das Camp der Gleichgesinnten und reiten träumend von neuen Abenteuern in den rötlich-goldenen Sonnenuntergang.

 

 

Die besondere Auszeit – mit Bulli, Bild und Berger-Stuhl

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Der April macht seinem Ruf alle Ehre und lockt an diesem Wochenende auch mit warmen Sonnenstrahlen sowie frischem Pflanzengrün. Nur schade, dass die Familie heute ohne mich ausgeflogen ist. Ein Sonntag-Nachmittag ohne die Liebsten ist ungewohnt, verlangt bei so einer Wetterlage aber auch genossen zu werden. Was wollte ich denn schon lange einmal geniessen? Hmmm, Ruhe, Weitblick und ein wenig Fachlektüre wären klasse! Aber bitte nicht vom Sofa aus oder im Garten – das kann man wirklich immer haben. Meine Gedanken sind sofort

Kleines Gepäck für kurze Auszeit

Kleines Gepäck für kurze Auszeit

beim Bulli,der schon seit Anfang April mächtig mit den Pneus scharrt. Also auf zu einer kleinen Frühlingsausfahrt zu den Stätten meiner Jugend. Schnell noch die neuen Fritz Berger Stuhlsets eingepackt und ab durch grünende Wälder und Alleen. Ein schönes Gefühl mit dem frisch erwachten T3 durch die ebenso erweckte und spriessende Natur zu fahren. Ziel ist eine Lichtung im Eichsfeld auf einer bewaldeten Anhöhe zwischen Bilshausen und Gillersheim mit wunderbarem Fernblick und schon leicht blühenden Rapsfeldern. Ein Ort den wir als Kinder oft besucht haben um unsere kleinen Abenteuer zu erleben und weit genug weg um sich ein wenig freier zu fühlen. Hier wurden Kriege mit Stöckern und Schlammbällen ausgetragen, erste Liebschaften gebeichtet und Abends am

Natur und Bulli sind erwacht

Natur und Bulli sind erwacht

Lagerfeuer rauhe Lieder gesungen – Plätze die man eben nie vergisst. Heute nach mehr als 40 Jahren kehre ich zurück um ebenfalls zu entfliehen und abzuschalten. Das Wetter hält, der Stuhl ist durch seine Wandelbarkeit zur Liege unglaublich bequem und die Lektüre interessant. So kann Sonntag auch sein!  Es sind eben auch die kleinen Momente, die grosse Erholung und Zufriedenheit bringen. Erkenntnis des Tages: Kraft tanken ist abhängig von Ort, Zeit, Erleben, Equipment aber vor allem auch von guten Erinnerungen und Träumen.

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